Selbstverteidigungskurs für Mädchen

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Selbstverteidigungskurs an der HS/RS Leharstraße

Am 24.04.07 nahmen die Mädchen der 8.Klassen Realschule an einem Selbstverteidigungskurs teil. Dieser wurde von Carmen Rohe geleitet. Die Referentin kommt aus Edewecht und ist Selbstbehauptungs- und Deeskalationstrainerin. Sie arbeitet beim Institut für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Konflikttraining (I-GSK) in Holdorf.

Zu Beginn des Kurses machte die Referentin den Schülerinnen deutlich, dass ein Opfer klein und schüchtern sei. Wer nicht Opfer sein wolle, müsse also stark und selbstbewusst auftreten. „Wenn ich jemandem in die Augen schaue,“ lernten die Mädchen, „zeige ich Selbstsicherheit und Selbstvertrauen“ Wenn sie jemand belästige, müssten sie der Person zeigen, dass sie ihr Verhalten nicht akzeptieren würden und dies verbal und durch Körpersprache deutlich machen, indem sie laut und klar „Lass mich in Ruhe“ oder „Hör auf“ rufen würden. Reagiere der andere nicht, müsse man versuchen Hilfe zu holen, indem man z.B. Passanten anspreche.

Die Referentin stellte in diesem Zusammenhang klar heraus, dass jeder verpflichtet sei zu helfen, ohne sich dabei zu gefährden. Dabei sollte der Aggressor zunächst keinesfalls angefasst werden, da diese erste Berührung für viele eine Aufforderung sei, mit Gewalt zu reagieren. Erst wenn die  verbale Ansprache keine Wirkung zeige und man keine Möglichkeit habe zu fliehen, sollte man zu körperlicher Abwehr greifen.

Um auf eine solche Notsituation angemessen reagieren zu können, zeigte die Trainerin den Mädchen Tricks, wie man seinen Gegner wirkungsvoll außer Gefecht setzen kann, ohne ihn dabei ernsthaft zu verletzen. Frau Rohe wies in diesem Zusammenhang auf den Notwehrparagraphen hin und ermahnte die Schülerinnen diese Griffe nur in wirklichen Notsituationen anzuwenden. Auch erklärt sie, dass es wichtig sei, sich möglichst erst gar nicht in Gefahr zu bringen, indem man z.B. Gefahrenstellen wie unbeleuchtete Parks meide.

Ein weiteres wichtiges Anliegen des Kurses war es, den Schülerinnen deutlich zu machen, dass sie ihrem Angreifer vermitteln, dass sein Verhalten Konsequenzen haben wird, z.B. dass sie ihren Eltern oder in der Schule den Lehrern davon berichten werden, denn „Schweigen gibt dem Täter Macht“.

Am Ende des Kurses lobte die Trainerin die engagierte Mitarbeit der Schülerinnen und ihr reges Interesse, das sich in den vielen Fragen der Mädchen dokumentierte. Die Schülerinnen ihrerseits zeigten sich begeistert von dem Kurs und den vielen Dingen, die sie gelernt haben, wobei der Spaß nie zu kurz kam. Positiv merkten sie auch noch an, wie flexibel Frau Rohe auf ihre Interessen und Fragen eingegangen war und sie immer wieder gelobt hatte.

Sie äußerten zudem den dringenden Wunsch, im nächsten Schuljahr einen weiteren Kurs mit ähnlicher Thematik durchzuführen.
 
     
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