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MT,
03.10.09
Morgens Mathe, nachmittags
Wiederbelebung
7 Schüler lernen von Johannitern
Erste Hilfe Cloppenburg (mt) – Morgens Mathe, Deutsch oder Biologie,
nachmittags Erste Hilfe: Fünf Mädchen und zwei Jungen der Klassen sieben
und acht der Haupt- und Realschule Leharstraße in Cloppenburg haben
jetzt ihre Ausbildung zum Schulsanitäter begonnen. In den nächsten
Monaten lernen sie die Grundlagen der Ersten Hilfe, um kleinere Wunden
ihrer Mitschüler versorgen zu können.
Anfang des nächsten Jahres ist die Haupt- und Realschule Leharstraße
zudem Gastgeber des landkreisweiten Wettbewerbs aller
Schulsanitätsdienste. Dabei treten die Mädchen und Jungen ein schweres
Erbe an. „Wir gehen als Titelverteidiger ins Rennen“, sagt Martin Gobert,
Ortsbeauftragter der Johanniter-Unfall-Hilfe in Cloppenburg, und legt
damit die Messlatte hoch an. „Diesen Pokal wollen wir auf jeden Fall
verteidigen.“
Das hofft auch Schulleiterin Marlene Altevers, die die angehenden
Schulsanitäter für ihr Engagement lobte. „Es ist eine tolle Sache, wenn
sich junge Menschen für andere engagieren wollen.Geleitet wird der Kurs
von Ausbilder Andreas Böden. „Inhalte sind zum Beispiel das Ansprechen
eines Verletzten, das Absetzen eines Notrufs, die stabile Seitenlage,
verschiedene Verbände und die Herz-Lungen-Wiederbelebung“, erklärt er.
Die Jugendlichen sind mit Begeisterung dabei. „Ich will lernen, wie ich
anderen Menschen helfen kann, wenn ihnen etwas passiert ist“, sagt
Jonathan Jüchter. Und passieren kann schnell mal etwas, wie Linda Schulz
weiß. „Meine Schwester ist mal in eine Glasscherbe gefallen. Das hat
ziemlich geblutet.“ Zum Glück waren ältere Kinder in der Nähe, die Hilfe
geholt haben.
Hanna Bohmann ist mal mit dem Kopf gegen eine Tischplatte aus Marmor
gestoßen. „Da hatte ich eine Platzwunde am Kopf. Dem Tisch ist aber
nichts passiert“, fügt sie lachend an.
Jährlich passieren rund 1,4 Millionen Unfälle in Schulen. Zwar geht es
in den allermeisten Fällen glimpflich aus und ist mit einem Pflaster
oder Eisbeutel behoben, aber es kommt auch zu Knochenbrüchen und
Schädelverletzungen, die eine sofortige Betreuung erforderlich machen.
Bundesweit haben die Johanniter im vergangenen Jahr 408
Schulsanitätsdienste mit 5571 jugendlichen Ersthelfern betreut.
Gegenüber dem Vorjahr wurden die Zahlen deutlich gesteigert.
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