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MT, 18.06.2010
NWZ, 19.06.2010
Fotos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Achtung:

Diese Ausstellung wird zur Zeit noch einmal - neu zusammengestellt - im Wallfahrtszentrum in Bethen im Haus "Maria Einkehr" gezeigt. Sie ist dort zu folgenden Zeiten zu sehen:

Mo. - Fr., 9.00 - 12.00 und nachmittags Mo. - Do. 15.00 - 17.00

 

   Informationen

   zur Ausstellung

 

„... weil jeder seine eigene Würde und die der anderen trägt.“

Formulierung einer Schülerin

 

 

Wir haben mit unserem Realschulab-schlussjahrgang in den Schuljahren 08/09 und 09/10 die Aktion „Schau hin! Schau nicht weg! Steh auf gegen Gewalt!“ zum Projekt „Würdenträger“ als Ergebnis vielfältigen Unterrichts in verschiedenen Fächern geplant und durchgeführt.

Im Anschluss an die Schulentlassungsfeier möchten wir die Arbeiten, die im Rahmen dieses Projektes des Bischöflich Münster-schen Offizialates entstanden sind, vorstellen.

 

Zunächst haben wir im Rahmen des Projektes „Stolpersteine“ das Leben einer jüdischen Familie aus Cloppenburg kennen gelernt und haben herausfinden müssen, dass alle Familienmitglieder in Auschwitz ermordet worden sind. Wir sind den Spuren „unserer Familie Moses Frank“ in Cloppenburg, in Oldenburg und während der Klassenfahrt bis nach Berlin gefolgt (Aufsuchen der letzten Wohnungen, Besuch des KZs Sachsenhausen - die männlichen Mitglieder der Familie waren dort zeitweise inhaftiert -, Besuch der Holocaust-Gedenkstätte, Niederlegen von Blumen). Wir haben auch den „Zug der Erinnerung“ besucht und Berichte von Zeitzeugen gehört.

 

 „Würdenträger – weil jeder Mensch Würde trägt“ ist ein zweijähriges Projekt und setzt sich eine doppelte Aufgabe: Einsatz gegen rechtsradikale Einstellungen mitten in unserer Gesellschaft und Einsatz für ein entschiedenes Leben aus dem Glauben. Unser zweites Projekt „Würdenträger“ ist also eine sinnvolle Weiterführung des ersten Projektes „Stolpersteine“, beide Projekte stehen in engem Zusammenhang.

 

Zu diesen Projekten ist in verschiedenen Fächern gearbeitet worden: Politik, Geschichte, Religion/Werte und Normen, Deutsch, Englisch, Kunst, AG Foto, Musik, WPK Informatik.

In Aktionen haben sich die Schüler für das „Spendenbett“ in Emstek und für ein Kinderhospiz engagiert.

 

Für unsere Aktion haben wir zunächst im Klassenlehrerunterricht und im Kunstunterricht die Augen aller Schülerinnen und Schüler der Klassen 10Ra und 10Rb fotografiert - und zwar analog - also auf Negativfilm.

 

Diese Filme haben die Schüler/innen in einer AG Foto selbst entwickelt, die Negative im Schullabor vergrößert und auch dort mit verschiedenen Verfahren der Foto-Graphik verändert (z.B. Kombination von Auge und Hand). Im Anschluss daran sind die Aufnahmen eingescannt und am PC weiter bearbeitet und dem Thema entsprechend verändert worden (WPK Informatik). Einige Schüler/innen haben das Augenfoto auch zeichnerisch bearbeitet oder eine Collage erstellt.

 

In den Fächern Religion und Werte und Normen sind die Bereiche „Menschenwürde“ und „Die goldene Regel“ thematisiert worden, im Fach Politik ist es u.a. um „Menschenrechte,“ „Grundrechte“, „Gewalt“, „Extremismus“, „Zivilcourage“ und im Fach Deutsch um „Gesprächsstrategien“ gegangen.

Außerdem haben sich die Schüler/innen intensiv mit dem Roman „Die Welle“ von M. Rhue auseinandergesetzt und zu diesem Themenkreis Filme gesehen und verschiedene epische und lyrische Texte gelesen. Weiter haben sie die Wichtigkeit der persönlich zu verantwortenden Entscheidung bei der Besprechung der kurzen Dramen „Der Jasager“ und „Der Neinsager“ von B. Brecht erfahren.

 

Die Schüler/innen haben zu diesen Themen umfangreiche Mappen angelegt und die Texte aus dem Unterricht um Material ergänzt, welches sie u.a. im Internet gefunden haben. Aus ihren Arbeiten haben sie eine Präsentation erstellt ... und dann hat eine Gruppe ein eigenes Lied komponiert und getextet.

 

Die Augenfotos, die bearbeiteten Augenfotos und eine Auswahl der gesammelten Texte (von Platon bis zu den Ratschlägen der Polizei) sollen in dieser Ausstellung präsentiert werden.

 

 

Ein Dank an alle, die uns bei der Vorbereitung dieser Ausstellung unterstützt haben.

 

 

 

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